Kunstwerkstatt Freiburg e.V. (früher KünstlerWerkstatt L6 e.V.)

Die Wurzeln der KünstlerWerkstatt L6 e.V. in Freiburg im Breisgau reichen bis 1975 zurück. Seit 1994 stellt die Adresse ein ausgewiesenes Forum für regionale, über-regionale und auch internationale Künstlerdruckgrafik und Zeichnung dar. Seit dem Umzug im Jahr 2004 von der „Mehlwaage“, nahe dem Martinstor, war das neu etablierte, geräumige Kunsthaus L6 im nördlichen Freiburger Stadtteil Zähringen die Wohhnstatt der Künstlerwerkstatt L6 e.V, wie sie damals hieß, bot Räume selbst für großformatige Malerei, sowie für Bildhauer- und Objektkunstpositionen eine geeignete Präsentationsfläche.

Der Verein fühlt sich auch der Fotografie und den Neuen Medien, wie der computerunterstützten bzw. -generierten Bildkunst verbunden, sind sie doch die verlängerte Achse reproduzierbarer Medien, ausgehend von der Tradition Gutenbergs und Dürers, bis ins 21. Jahrhundert zu begreifen.

Die KünstlerWerkstatt L6 e.V. war im 1. Obergeschoss des Kunsthaus L6 ist eine autonome, von einem Vorstand selbstverwaltete Institution, die einerseits über einen Ausstellungsraum und andererseits über eine professionell eingerichtete Werkstatt für die klassischen Künstler-Drucktechniken wie Radierung, Lithografie, Holz- und Linolschnitt sowie für den Buchdruck verfügte. Ein Fotolabor wiederum bot außer der Entwicklung fotografischer Abzüge die Möglichkeit, fotografisches und computer-unterstütztes Material unmittelbar auf die traditionellen Druckträger wie Stein und Metallplatte zu belichten und stellt in diesem Sinne die Schnittstelle zwischen den Alten und den Neuen Medien dar.

Für Kunstschaffende, die mit den einschlägigen Techniken und dem Gerät vertraut sind, besteht die Möglichkeit, die Werkstätten zu Stunden- und Tagessätzen zu mieten. Sowohl für Nichtkünstler als auch für Kunstschaffende wird eine Jahresmitgliedschaft angeboten. Kunstschaffende profitieren von der Mitgliedschaft durch reduzierte Werkstattmietpreise. Passive Mitglieder kommen in den Genuss reduzierter Verkaufspreise, besonders bei herausgegebenen Editionen, die von Zeit zu Zeit in der Werkstatt entstehen.

Nach Bedarf werden von unseren Fachkräften Druckgrafikkurse für Anfänger und Fortgeschrittene in den Werkstätten angeboten.

 

Lithographie

Termine

Der Lithographiebereich befindet sich gerade noch in dser Aufbauphase Sopbald wir wieder Kurse anbieten, werden sie hier erscheinen

Radierung

 

Aquatinta, Linienätzung

Termine

06.- 08. März 2026

Workshop bei Julian Herstatt

Für die Teilnahme an dem Kurs bedarf es keinerlei Vorkenntnisse. Nach einer Einführung in die gängigen Techniken ( Kaltnadel, Aquatinta, Ätzradierung ) geht es an die individuelle Umsetzung ihrer Motive. 
Die Workshops sind gedacht um das Handwerk der Radierung zu erlernen, als Aufbaukurs oder Einführungskurs mit Möglichkeit zur eigenständigen weitergehenden Nutzung der Werkstatt.
Meistens finden die Termine am Wochenende statt. Freitags geht es von 17-20 Uhr. Samstag & Sonntag dann von 11:00 – 18:00 Uhr.
Die Teilnahmegebühr liegt bei 200€ pro Person
Bei Fragen bitte eine Email schreiben. 

Anmeldungen bitte an noday@hotmail.de

 

+49 0157 501 682 40

 

 

Cyanotypie

Termine

22. Februar 2026
21. März 2026, 12 – 16 Uhr

Workshop bei

Für die Teilnahme an dem Kurs bedarf es keinerlei Vorkenntnisse.

Anmeldungen bitte an huber.ju@hotmail.de

 

Siebdruckworkshop

Termine

10. -12 April 2026

Workshop bei Gabriel Goller
max. 5 Teilnehmer
Für die Teilnahme an dem Kurs bedarf es keinerlei Vorkenntnisse.

Anmeldungen bitte an goller.gabriel@web.de

 

Aktzeichnen

Wir treffen uns jeden Mittwoch von 18 – 20 Uhr in der Macromedia zum Aktzeichnen.
Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene sind willkommen. Begleitung mit individueller Anleitung bei Bedarf.
Wechselnde Modelle und die Staffeleien mit Zeichenbrettern werden von uns gestellt.
Zeichnungsmaterial, Papiere, Kohle, Stiffte, bitte eigene mitnehmen … zur Not stellen wir auch Material zur Verfügung.

Für Anmeldung und Fragen: lina.k.leoni@gmail.com


Aktuelle Ausstellung

Bild aktuelle Ausstellung

ARS TYPOGRAPHICA

Arbeiten aus der Werkstatt und Erläuterungen zu den Techhniken

14. März bis 12. April 2026

Eröffnung | Freitag, 13. März 19.00 Uhr
Einführung |
Begrüßung |

Öffnungszeiten:
Fr. 15.00 -19.00 Uhr,  Sa . & So  14.00 - 18.00 Uhr

 

Kommende Ausstellung

GUDRUN BRÜCKEL | FRAGILARIUM III

06. Juni bis 05. Juli 2026

Eröffnung | Freitag, 05. Juni 19.00 Uhr
Einführung |

Öffnungszeiten:
Fr. 15.00 -19.00 Uhr,  Sa . & So  14.00 - 18.00 Uhr

 

Brigitte Liebel – BEST OF

    

BRIGITTE LIEBEL ° LICHTSAMMLUNGEN

13. April bis 11. Mai 2024

Eröffnung | Freitag, 12. April 19.00 Uhr
Einführung | Gerd Stenmans, Fotoingenieur, Düsseldorf

Öffnungszeiten:
Do. – Fr. 16.00 -19.00 Uhr, Sa. 11.00 – 17.00 Uhr

Brigitte Liebels Arbeit beschäftigt sich mit Licht und Zeit.
In der Ausstellung „Best-of“ zeigt die Künstlerin Lichtsammlungen aus zwei Jahrzehnten. Mit meist selbstgebauten Lochkameras bannt Brigitte Liebel Licht auf Fotopapier. Dabei entstehen immer Serien, aus denen die Künstlerin gezielt Bilder auswählt. Manchmal werden die ausgewählten Bilder zusätzlich digital oder manuell bearbeitet. Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass eine große Anzahl der verwendeten Lochkameras zu sehen ist. Es bleibt dem Betrachter überlassen, zu entschlüsseln, welche Serie mit welcher Kamera entstand.

Openpress Project

März bis 30. März 2024

Projektplanung und Kuration: Julian Herstatt

Druckerpresse für zuhause – das Open Press Project
Seit 2018 stellt das Open Press Project kostenfrei die Vorlage für den 3D-Druck einer
Mini-Druckerpresse zur Verfügung. So können Künstler:innen weltweit mit
traditionellen Drucktechniken wie Radierung oder Linolschnitt arbeiten – von zuhause
oder unterwegs.

Seit mehr als 500 Jahren steht die Druckerpresse für Demokratisierung. Die ersten Pressen
aus Holz ermöglichten mehr Menschen denn je Zugriff auf Texte und brachten so auch die
westliche Wissenschaft massiv voran. Auch der Kunstmarkt wurde durch Drucke
revolutioniert: Künstler:innen wie Rembrandt konnten neben aufwändigen Ölgemälden zeitund
ressourcensparend Drucke erschaffen, gedruckte Reproduktionen von Gemälden
konnten kostengünstig verbreitet werden. So wurde das Elitenprodukt Kunst auch
Bürger:innen jenseits der Oberschicht zugänglich.
Heute ist diese Demokratisierung ins Stocken gekommen. Zwar werden nach wie vor
Kunstdrucke produziert, künstlerische Drucktechniken wie Radierungen oder Reliefdrucke
sind jedoch nur noch einem sehr kleinen Personenkreis zugänglich. Denn Druckerpressen
sind groß, schwer und sehr teuer und werden daher nur noch an wenigen
Kunsthochschulen, Werkstätten oder privaten Institutionen vorgehalten.
Das Open Press Project ist angetreten, das zu ändern. Wie? Mithilfe einer kleinen
handlichen Druckerpresse, die im 3D-Druck selbst hergestellt werden oder beim Open Press
Project zum Selbstkostenpreis bestellt werden kann. So können Menschen überall auf der
Welt verschiedenste Drucktechniken kostengünstig für ihre Kunst einsetzen, ganz einfach
vom Küchentisch. Die 3D-Druckdateien für die Presse sind kostenfrei im Internet zugänglich
und wurden mittlerweile mehr als 60.000 mal heruntergeladen.
aus Liebe zum Druck – die Geschichte des Open Press Project
Ins Leben gerufen wurde das Open Press Project 2018 von Martin Schneider, ein Jahr
später kam Dominik Schmitz dazu. Beide sind Designer aus Köln. Getrieben von der
eigenen Liebe zu diesen sehr alten Techniken suchte Schneider nach einer Möglichkeit,
Druckverfahren für mehr Menschen zugänglich zu machen. Denn vor allem
Tiefdruckverfahren, bei denen die Farbe in Vertiefungen auf der Druckplatte aufgetragen
wird, standen bis dato nur einem sehr kleinen Kreis von Künstler:innen zur Verfügung.
Schnell war klar: Die größte Hürde ist der Zugang zu einer Druckerpresse. Ohne
Druckerpresse können viele Techniken nicht umgesetzt werden. Radierungen beispielsweise
erfordern einen sehr hohen und gleichmäßigen Druck. Das ist händisch kaum möglich. Die
nötigen Druckerpressen aber sind sehr groß, sehr schwer, schwierig zu transportieren und
sehr teuer. Den meisten Menschen fehlt hierfür schlicht das Budget und der Platz.
Doch Schneider fand eine Lösung: die Druckerpresse zum Selbermachen. Genauer gesagt:
selbst drucken. Als Teil einer Prüfungsarbeit an der KISD Köln International School of
Design entwickelte er Pläne für den 3D-Druck einer Mini-Druckerpresse. Diese stellte er im
Anschluss kostenfrei im Internet zur Verfügung. Das Open Press Project war geboren.

Text: Open Press Projekt, Köln